Eine meiner anderen Leidenschaften ist das Fahrrad. Ich kann mich noch sehr gut an mein erstes Fahrad  erinnern - ein gelbes Klapprad, welches ich damals zum Geburtstag bekam. Das Radfahren hat mir damals meine Mutter beigebracht...  wir gingen mit meinem nigelnagelneuen Klapprad vor die Tür, ich setzte mich drauf und meine Mutter schob mich an mit den Worten "dann mal los - und schön treten..."  Ich konnte ja nicht wissen, dass sie selbst nicht radfahren konnte ^^ Jedenfalls stand das Fahrrad immer für eine ganz neue Freiheit. Ich habe dann gern meine eigenen Räder "zusammengedengelt" oder "veredelt", später waren es dann allerdings meine Motorräder... So hat es auch hier eine ganze Weile gedauert, bis ich wieder zum Fahrrad kam - ich brauchte eines, welches ich bei regelmäßigen Dienstreisen nach München mitnehmen konnte - mit dem Auto durch die Großstadt zu fahren ist mir ein Greul . Diesen Job habe ich schon lange nicht mehr, aber diese Leidenschaft hat mich nun auch nicht mehr losgelassen...  Während einer Auszeit arbeitete ich noch in einer gemeinnützigen Fahrradwerkstatt, in der ich dann auch meine Liebe zu nostalgischen Fahrrädern entdeckte. Jetzt ist es mir ein echtes Anliegen, diese Räder vor der Verschrottung zu bewahren. 
Als Schildermalermeister verstehe ich mich noch auf Gestaltungstechniken wie Airbrush oder Vergoldung, als Schriftenmaler habe ich gelernt, Schriftzüge zu fertigen und als 3D-CAD-Konstrukteur  fertige ich eigene Bauteile oder erstelle die 3D-Vorlagen zur Fertigung aus den unterschiedlichsten Materialien im 3D-Druck oder CNC-gefräst. Des weiteren finde ich auch immer mal wieder sogenannte "NOS-Teile" (New Old Stock), also Teile aus (teilweise ur-)alten Lagerbeständen.
Es war bisher nicht meine Absicht, damit mein Geld zu verdienen, weil ich befürchte, dass kaufmännische Überlegungen hier die Leidenschaft bremsen könnten. Andererseits würde es auch den Preis für jedes einzelne Rad in Höhen treiben, die niemand mehr für ein "Gebrauchtes" ausgeben wollte.  Ich denke aber, dass jeder Rahmen, sei er noch so vergammelt, gutes Ausgangsmaterial ist und einiges an Energiekosten einspart, solange man diesen wiederverwendet. Bei Bedarf lassen sich moderne Komponenten nachrüsten – was nicht passt, wird passend konstruiert... und dann gemacht! Das ist der Gedanke hinter "Werksfahrrad" – Up-Cycling einmal wörtlich genommen. Und so suche ich noch nach einer Möglichkeit, diese Räder auch preislich interessant zu machen... 
Eine Idee dazu kam mir bereits: Die Kombination von Neu und Alt: hier habe ich dann einen uralten Rahmen genommen und ihn dann einfach bis auf den Stahl entschichtet, wobei ich dann einige prägnante Lack-oder Grundierungsreste stehen lasse. Danach habe ich den Rahmen und die Bleche nur mit Linierungen und kleinen Grafiken versehen, anschließend mehrschichtig klarlackiert . Hinzu kamen dann noch einige NOS-Neuteile, sowie eine Umrüstung der Beleuchtungsanlage auf LED mit USB-Ausgang für das Smartphone im Lampengehäuse. Zur Zeit konstruiere ich noch den passenden Smartphonehalter. Der nackte Stahl in Verbindung mit den staubverkupferten Linierungen hat für mich hier einen ganz besonderen Charme und kommt dann auch meiner Vorliebe für  "Steampunk" nahe. So ein Rad ist nicht nur ein Hingucker, sondern das Fahren ist auch besonderes Erlebnis :)  Dafür lasse ich dann auch gerne mal mein Pedalic stehen. Bilder dazu werden hier noch folgen... 

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